Dias digitalisieren: Welche Auflösung ist die richtige?

Dias scannen lassen

Wer seine Dias digitalisieren lassen möchte, steht häufig vor derselben Frage: Reichen 1200 dpi, sind 3600 dpi die bessere Wahl oder lohnt sich die Digitalisierung mit 5000 dpi? Die passende Auflösung hängt davon ab, wie Sie Ihre Bilder später betrachten, teilen oder ausdrucken möchten. In diesem Ratgeber erklären wir die Unterschiede verständlich und ohne unnötige Technikbegriffe.

Was bedeutet dpi beim Digitalisieren von Dias?

Die Abkürzung dpi steht für „dots per inch“, also Bildpunkte pro Zoll. Vereinfacht gesagt: Je höher die Auflösung, desto mehr Bildpunkte werden aus dem kleinen Dia gewonnen. Dadurch entstehen größere Bilddateien und zusätzliche Reserven für Ausschnitte, Vergrößerungen und spätere Ausdrucke.

Eine höhere dpi-Zahl verbessert allerdings nicht automatisch jedes Motiv. Ist die ursprüngliche Aufnahme verwackelt, unscharf oder stark verblasst, kann auch ein sehr hoch aufgelöster Scan keine fehlenden Details neu erzeugen. Entscheidend ist deshalb nicht die größte Zahl, sondern eine Qualitätsstufe, die zum Dia und zur geplanten Verwendung passt.

1200, 3600 oder 5000 dpi – die Qualitätsstufen im Vergleich

1200 dpi

Die günstige Basisqualität eignet sich vor allem, wenn Sie Ihre Dias am Bildschirm ansehen, archivieren oder schnell mit der Familie teilen möchten. Für starke Ausschnitte und größere Ausdrucke bleiben nur begrenzte Reserven.

5000 dpi

Die höchste Qualitätsstufe empfiehlt sich für besonders wichtige oder gut erhaltene Aufnahmen, geplante Vergrößerungen und Motive, bei denen Sie möglichst viele verwertbare Bildinformationen sichern möchten.

AuflösungTypische VerwendungUnsere Einschätzung
1200 dpiBildschirm, digitale Übersicht und kleine FotoausgabenSinnvolle Einstiegslösung bei begrenztem Anspruch
3600 dpiArchivierung, Fotobuch, Ausdrucke und moderate AusschnitteFür die meisten Kunden die beste Wahl
5000 dpiWertvolle Aufnahmen, größere Ausdrucke und stärkere AusschnitteZusätzliche Reserve für ausgewählte Dias


Persönlich beraten


Annes Tipp


Wenn Sie unsicher sind, wählen Sie für Ihre Dias 3600 dpi. Diese Qualitätsstufe bietet für die meisten Familienaufnahmen sehr gute Reserven, ohne unnötig große Dateien zu erzeugen. 5000 dpi würde ich vor allem für besonders wertvolle Motive, große Ausdrucke oder stärkere Ausschnitte empfehlen.

Anne von KreativMedia Saar erklärt die passende Auflösung beim Digitalisieren von Dias

Wie groß werden die Bilddateien?

Ein gerahmtes Kleinbild-Dia besitzt eine Bildfläche von ungefähr 24 × 36 Millimetern. Je nach Rahmen, tatsächlichem Bildausschnitt und Bearbeitung entstehen bei 1200 dpi grob etwa zwei Megapixel, bei 3600 dpi ungefähr 17 Megapixel und bei 5000 dpi mehr als 30 Megapixel. Diese Werte dienen als Orientierung; der nutzbare Bildbereich kann von Dia zu Dia etwas abweichen.

Für eine reine Bildschirmansicht werden selten sehr große Dateien benötigt. Wenn Sie jedoch später Ausschnitte wählen, ein Fotobuch gestalten oder einzelne Motive größer ausgeben möchten, sind die zusätzlichen Reserven von 3600 oder 5000 dpi deutlich hilfreicher.

Warum wir meistens 3600 dpi empfehlen

Bei vielen privaten Sammlungen wissen die Besitzer noch nicht genau, was später mit den Bildern geschehen soll. Vielleicht sollen zunächst nur Erinnerungen gesichert werden, einige Motive werden später aber doch in einem Fotobuch verwendet oder als Foto ausgedruckt. In dieser Situation ist 3600 dpi ein sinnvoller Mittelweg.

Die Auflösung ist hoch genug, um die meisten gut aufgenommenen Kleinbild-Dias detailliert zu erfassen. Gleichzeitig bleiben Dateigröße und Kosten überschaubar. Deshalb markieren wir diese Qualitätsstufe auch in unserer unverbindlichen Auftragsvorbereitung als Empfehlung.

Wann sich 5000 dpi wirklich lohnt

Eine Digitalisierung mit 5000 dpi ist vor allem dann interessant, wenn ein Dia technisch gut aufgenommen wurde und viele feine Bilddetails enthält. Das kann beispielsweise bei Landschaften, Architekturaufnahmen, Gruppenbildern oder unwiederbringlichen Familienmotiven der Fall sein.

Auch wenn nur ein kleiner Ausschnitt des ursprünglichen Bildes benötigt wird, kann die höhere Auflösung zusätzliche Reserven bieten. Bei stark unscharfen, sehr körnigen oder beschädigten Dias sollte man dagegen nicht allein aufgrund der höheren dpi-Zahl ein besseres Ergebnis erwarten.

Fussel und Kratzer: Warum die Korrektur gleich mitbestellt werden sollte

Alte Dias ziehen Staub geradezu an. Hinzu kommen Fussel, Fingerabdrücke, kleine Kratzer oder Ablagerungen aus der Lagerung. Manche Störungen lassen sich während der Digitalisierung reduzieren. Diese Korrektur sollte bereits bei der Auftragserteilung ausgewählt werden, denn eine spätere Bearbeitung der fertigen Dateien ist nicht in jedem Fall mit demselben Ergebnis möglich.

Unsere Empfehlung:
Prüfen Sie bei wichtigen Sammlungen die zusätzliche Fussel- und Kratzerentfernung. Sie kann für alle drei Qualitätsstufen gewählt werden und kostet derzeit 0,05 Euro je Dia.

Sie erhalten die ursprüngliche Scanversion und eine optimierte Version

Bei KreativMedia Saar erhalten Sie ohne Mehrpreis sowohl die ursprüngliche Scanversion als auch eine weitergehend optimierte Bildversion. Damit bleibt eine möglichst neutrale digitale Ausgangsdatei erhalten, während Sie zugleich eine für die normale Betrachtung verbesserte Fassung bekommen.

Je nach Auftrag werden Farben, Helligkeit und Tonwerte angepasst. Wie weit eine Optimierung möglich ist, hängt immer vom Zustand und von der ursprünglichen Aufnahme ab. Stark verblasste Farben, ausgeprägte Kratzer oder fehlende Bildinformationen lassen sich nicht vollständig zurückholen.

So bereiten Sie Ihre Dias richtig vor

  • Lassen Sie die Dias möglichst in ihren vorhandenen Magazinen oder Boxen.
  • Behalten Sie eine gewünschte Reihenfolge eindeutig bei.
  • Beschriften Sie Magazine von außen, ohne Aufkleber auf die Bildfläche zu setzen.
  • Verwenden Sie keine Haushaltsreiniger oder feuchten Tücher.
  • Kennzeichnen Sie besonders wichtige oder beschädigte Aufnahmen gesondert.
  • Notieren Sie, ob 1200, 3600 oder 5000 dpi gewünscht sind.
  • Entscheiden Sie, ob die Fussel- und Kratzerentfernung ausgeführt werden soll.

Was kostet es, Dias digitalisieren zu lassen?

Der Preis richtet sich nach der gewählten Auflösung, der Anzahl der Dias und den gewünschten Zusatzleistungen. Unsere Staffelpreise machen größere Sammlungen günstiger. Einen Mindestauftragswert gibt es bei uns nicht. Die aktuellen Beträge finden Sie übersichtlich auf unserer Preisseite.

Weitere Informationen zu Ablauf, Dateiformaten und Bearbeitung erhalten Sie auf der Leistungsseite Dias digitalisieren lassen. Dort erklären wir auch, wie Ihre Originale behandelt und zurückgegeben werden.

Persönlich im Saarland oder deutschlandweit per Versand

Sie können Ihre Dias bei Foto-Kiefer in der Sulzbachtalstraße 124 in Saarbrücken-Dudweiler persönlich abgeben. Im Raum Lebach, Schmelz, Nunkirchen, Weiskirchen und Losheim ist nach vorheriger Absprache auch eine Abholung möglich. Ob hierfür Kosten entstehen, klären wir vorab persönlich. Gut verpackte Dias können außerdem aus ganz Deutschland eingesendet werden.

Welche Auflösung passt zu Ihren Dias?

Mit unserer unverbindlichen Auftragsvorbereitung wählen Sie Menge, Qualitätsstufe und gewünschte Korrekturen Schritt für Schritt aus. Der voraussichtliche Preis wird Ihnen direkt angezeigt.

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